turbo charger for your mind

I graduated in May 2012 with my bachelor’s degree and decided to return to Germany – to focus on sports. My expectation was that I would crush my personal records simply because I could focus my energy entirely on athletics without having to worry about the next exam, pop quiz or group project. My expectation was that I could fully reach my athletic potential and take a shot at the qualifying standard of the Olympics.

My plan failed. My training didn’t go well and so did the competitions. My routine was completely out of whack, a regular schedule basically didn’t exist. One day I would go to practice at 8 in the morning, the next day at 10, the next day at 11. It was all up to me.

Back at K-State as a student athlete, it simply wasn’t up to me. Everything was structured, lifting platforms were reserved for a certain time slot, and athletes of each training group all met at the same time. There was little wiggle room for lateness or procrastination.

If there’s one thing I can advise post-collegiate athletes on, it’s that you need to create regularity to keep your body and your mind busy. Sure, I couldn’t have been happier when I was done with my degree and I never wanted to set foot into a classroom again, but I fell into a void when I left my everyday environment behind. I suddenly had all this freedom, but how good is freedom if you’re in a vacuum? Right, you need some air to breath.

A healthy body and a healthy mind complement each other.

I picked up on this simple principle again and started to harvest the synergy effects. The physiological aspect of training supplies more energy to get me through my workday and the psychological part acts like a mental stress valve. I can just let go of things and reconnect with myself. Body and mind are in unison.

Whatever sport you enjoy doing – jogging, swimming, team sports, climbing, cycling – make sure you plan enough time for your workouts, especially if you have to balance multiple schedules. Tasking your body physically acts like a turbo charger for your mind.

So why drive a lemon if you can rock a sports car?

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because track is what I know

sprint spikes

I’m back on the track for better or worse, but mostly for myself.

I’m been virtually celebrating two years of athletic absence sprinkled with glimpses of excitement when I swirled down a climbing wall or accidentally ended up in a gym or on a park trail towing our dog.

The last year (from August ’14 to August ’15) has been especially daunting as I’ve worked on my thesis project while balancing class and teaching assistant schedules at the same time. Free time for workouts gradually vanished as my research presentation closed in. I was usually too tired to squeeze in some physical evening activity after coming home late.

However, my new job as an assistant marketing coordinator with Kansas State University Global Campus, the university’s continuing education department, and its standard 8-to-5 work schedule allow for regular workouts. I start my workouts at around 5:30 PM either on the old R.V. Christian Track or inside the even older Ahearn Field House. I am even considering to do weight lifting sessions in the early morning at 6 AM.

As a K-State Track and Field alumnus, I’m permitted to use the facilities as long as I don’t interfere with current K-State athletes.

Day by day

I’m not 18 anymore, not as crazy, not as freewheeling as a senior in high school. Nonetheless, I feel what my body can do and what it can’t. I know where my limits are.

I’m taking my workouts day by day, one step at a time. My movements might be a little rusty, but my muscles remember all the motions. It’s still there!

I enjoy not having any firm commitments in regards to my sport: no scholarship pressure, no team competitions and meetings, no track club contract. I do whatever I want, and if I don’t want to practice, then I can always stay at home and watch a movie or go to a café to play some chess.

We’ll see where it goes. If it goes somewhere, great. If it doesn’t go absolutely anywhere, no problem. The most important aspect for me right now is to stay healthy, feel great and have fun at what I’m doing. So far I got all three!

Retrospektive: Nominierungsrichtlinien – Nomination Guidelines

Deutsche Leichtathleten, die in den USA für eine Universität starten und die Norm für internationale Meisterschaften erfüllen, sind stark benachteiligt, wenn es um Nominierungen geht. Besonders im Zehnkampf gibt es eine Zweiklassengesellschaft. Der Druck auf deutsche Spitzen-Zehnkämpfer in der NCAA (der US-Studentenliga) ist daher enorm.

Letztes Wochenende hat sich Luca Wieland (SV schlau.com Saar 05 Saarbrücken), der für die University von Minnesota startet, mit sagenhaften 6070 Punkten zum Hallenkönig aller US-Studenten gekrönt und sich somit für die kommende Freiluftsaison ins Rampenlicht gebracht. Damit ist er nach Johannes Hock (NCAA Champion 2013, University of Texas) der zweite deutsche Mehrkämpfer, der jemals in den USA ganz oben auf dem Treppchen stand. Beide Athleten werden auch in der Stadionsaison für ihre Universitäten an den Start gehen und um Medaillen kämpfen. Hock hat den Sprung über 8000 Punkte schon vor zwei Jahren geschafft, während Wieland natürlich nun die magische Acht im Visier hat.

Interessant wird es, wenn einer von beiden über 8200 Punkte erzielt, denn das würde dann die Normerfüllung für die Weltmeisterschaft in Peking bedeuten. Der deutsche Zehnkampf hat aber derzeit ein absolutes „Luxusproblem“: Die Spitze der deutschen Bestenliste ist seit der Comebacks von Arthur Abele und Michael Schrader mit Topathleten übersättigt.

Die Athleten, die sich für ein Studium in den USA entscheiden, bleiben immer die zweite Wahl, auch wenn sie die deutsche Spitze erreichen. Die Nominierungsrichtlinien für den Mehrkampf, die für dieses Jahr besonders kreativ formuliert wurden, benachteiligen auswärtige Leistungen. Chancengleichheit besteht quasi nur, wenn jeder bei den Quali-Wettkämpfen in Ulm, Götzis oder Ratingen antritt. Fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass ein Erst- oder Zweitplatzierter bei der EM des letzten Jahres in diesem Jahr so gut wie automatisch gesetzt gewesen wäre. Es wäre also ein klitzekleines Bisschen komplizierter geworden, falls Deutschland nach Pascal Behrenbruch wieder einen Europameister (oder einen Zweitplatzierten) gehabt hätte. Aber das ist ja „zum Glück“ nicht passiert.

Was aber, wenn ein deutscher Zehnkämpfer in den USA eine Leistung vollbringt, die a) die WM-Norm erfüllt und b) mindestens die drittbeste Punktzahl in der deutschen Bestenliste bedeutet? Besser noch: was, wenn es die deutsche Jahresbestleistung ist und diese auch nach Ratingen bestehen bleibt? Ein kurzer Blick auf die Nominierungsrichtlinien hilft (vielleicht):

nominierungsrichtlinien red

Tja. Pech gehabt. Wenn drei andere Athleten bei den besagten Wettkämpfen (siehe oben) die Norm erfüllen, könnten Wieland und Hock nacheinander in Amerika deutsche Jahresbestleistungen aufstellen und müssten dennoch in die Röhre gucken. Ein solches Dilemma hat sich sogar 2013 kurzzeitig angedeutet, als Johannes Hock in Waco/Texas 8293 und in Eugene/Oregon 8267 Punkte erzielte. Er musste dann in Ratingen letztendlich doch zusehen wie einer nach dem anderen seine Punktzahl pulverisierte und, wichtiger, die Norm für die WM überbot.

Vergleicht man die Nominierungsrichtlinien mit denen der anderen großen Zehnkampfnation, den Vereinigten Staaten, fällt doch eines auf: wir machen’s verdammt kompliziert, wobei es doch so einfach sein könnte. Die USA nehmen die Top 3 ihres einzigen Qualifikationswettkampfes, normalerweise die US-Meisterschaften oder, in olympischen Jahren, die US Trials, mit. Notfalls kann die Liste später immer noch mit Normerfüllern komplettiert werden, falls etwas bei diesem Qualifikationswettkampf schief gehen sollte.

Es spielt allerdings in den USA derzeit keine Rolle, falls sich auch nur zwei Athleten qualifizieren sollten, so lange es die richtigen beiden sind. Denn diese zwei Großkaliber sind schließlich Ashton Eaton und Trey Hardee, die in den letzten Jahren ein Dauerabonnement auf Gold- und Silbermedaillen hatten.

Allerdings muss sich der DLV im Moment nun wirklich keine Sorgen machen, dass sich drei Athleten finden werden, die die Norm überbieten. Deshalb wäre es doch vorteilhaft, wenn die drei Besten des aktuellen Jahres nominiert werden, um die Richtlinien so einfach wie möglich zu gestalten, egal wo die Leistung erbracht wurde. Alternativ könnte man die NCAA Championships in der Wertigkeit mit Ulm und Götzis gleichsetzen, um die Chancengleichheit auch für deutsche US-Studenten zu gewähren. Gleichheit schließt doch eigentlich Benachteiligung aus, oder täusche ich mich?

In der Vergangenheit kam das Argument auf, dass Zehnkämpfer, die nicht in den USA studieren, nicht bei den NCAA Championships teilnehmen könnten – das ist richtig. Aber genauso wenig kann man von einem Vollzeitstudenten erwarten, dass er sich mitten im Semester auf den Weg nach Deutschland oder Österreich macht, um sich dort nach Reisestrapazen höchstwahrscheinlich nicht für eine WM zu qualifizieren. Der Lebensmittelpunkt in den USA wurde schließlich auch nicht wegen der tollen Wettkämpfe ausgewählt, sondern wegen des bestmöglichen Umfelds, Unterstützung und Trainer, um ein Studium parallel mit einer sportlichen Karriere zu vereinbaren. Diese Rahmenbedingungen werden in Deutschland nur selten erfüllt. Chancengleichheit zu gewährleisten misslingt also nicht erst bei der unsinnigen Auslegung der Richtlinien, sondern schon viel früher. Athleten, die in die USA auswandern, versuchen von sich aus, Chancengleichheit herzustellen, indem sie ihre Bedingungen optimieren.

Letztendlich bleibt für deutsche NCAA-Athleten der wahnsinnige Druck, nach einer erfüllten US-Saison in Ratingen zu versuchen, das Unmögliche möglich zu machen. Oder: Zweitklassigkeit, ein Thorpe Cup gegen die zweite Riege der USA (die man eh schon persönlich kennt), die Hoffnung, dass sich fast alle anderen Deutschen verletzen, und die beharrliche Zielstrebigkeit, in den USA so gut zu werden, dass die eigene Stimme doch mehr zählt als eine mickrige Fußnote. Weder Einigkeit, noch Recht, noch Freiheit, lieber DLV.


German track and field athletes who compete for a university in the United States are heavily disadvantaged when it comes to the nomination process for international championships. Especially in the decathlon, a two-class society exists. The pressure on German top decathletes in the NCAA is enormous.

Luca Wieland (from German track club SV schlau.com Saar 05 Saarbrücken), who competes for the Minnesota Gophers, won the NCAA indoor heptathlon with a fabulous score of 6070 points last weekend. The victory also pushed his name into the discussion for the upcoming outdoor championship. After Johannes Hock (NCAA Champion 2013, University of Texas), he is the second German combined event athlete to ever stand on top of the podium. Both athletes will compete for their respective universities this outdoor season to battle for gold. Hock, a junior in college, surpassed the 8000-point mark two years ago while Wieland, of course, aims to break the “magical eight” this season.

However, it will get interesting if one of the two manages to gather over 8200 points, which is the qualifying standard for the world championship in Beijing this year. The German decathlon scene has what you could call a “luxury problem”: the top of the German rankings is over-saturated since the comebacks of Arthur Abele and Michael Schrader.

Athletes who decide to pursue a university degree in the United States will remain the second choice even if they reach the top ranks of the German decathlon ranking. The nomination guidelines for the multi-events, which are worded very creatively this year, put foreign performances at a disadvantage. Equal opportunity exists only if everybody competed at the qualification competitions in Ulm, Götzis, or Ratingen. I almost forgot to mention that a gold or silver medalist of last year’s European championship would have meant a safe spot for the world championship this year. In that case, it would have been even a teeny tiny bit more complicated than what it already is if Germany had presented another European Champion after Pascal Behrenbruch in 2012. But “fortunately” this did not happen.

However, what if a German NCAA decathlete puts up a performance, which a) suffices the qualifying standard for the world championship and b) is at least the third-best performance of the current German decathlon list? Even better: what if it’s the best performance of the year by a German and remains the best performance even after Ratingen (the last of the three qualifying meets)? A quick look at the nomination guidelines might help (maybe):

(I did not translate the guidelines word by word, but very close to the original wording)

For the nomination in combined events (heptathlon/decathlon), the following rank order given the respective conditions counts:

  • Attaining a rank (1st or 2nd) at the European championships in Zurich from August 12-17, 2014. The condition for nomination is a “performance test” in the combined events in Ulm (May 27/28, 2015), Götzis (May 30/31, 2015) or Ratingen (June 27/28, 2015). – Decathlon: 8200 points – Heptathlon: 6250 points
  • The top scorer in the (women’s) heptathlon and the (men’s) decathlon at Ratingen (June 27/28, 2015) can be nominated if they score 6400 points (heptathlon) or 8350 points (decathlon). Furthermore, athletes who accomplished the qualifying standard of 8200 in either Ulm (May 27/28, 2015), Götzis (May 30/31, 2015), or Ratingen (June 27/28, 2015) can be nominated by rank order.
  • Remaining slots can be given to athletes who have reached the qualifying standard (8200 points) and who, additionally, complete a performance test in the period between June 22 and August 8, 2015. The national head coach in conjunction with the national event coach sets expectations for the performance test. The national head coach and the vice president of performance sports have the final decision (whether or not an athlete is nominated).

Well, too bad. If three other athletes scored the qualifying standard at the above-mentioned competitions, then Luca Wieland and Johannes Hock could break the national top mark back-to-back and would still have to stay home. A similar dilemma almost happened in 2013 when Johannes Hock scored 8293 points in Waco, Texas, and 8267 points in Eugene, Oregon. He had to watch in Ratingen as one athlete after another shattered his score and, more importantly, surpassed the world championship standard.

Comparing the nomination guidelines of Germany with those of the United States, the two great decathlon nations, one question quickly comes to mind: Why does Germany make it so complicated when it could be so simple. The U.S. has been nominating the top 3 at their only qualifying meet, usually the US Championships or, in Olympic years, the US Trials. The nomination list can still be filled up at a later point if things go wrong at the qualifying meet.

At the moment it actually doesn’t matter for the U.S. if only two athletes qualify as long as these are the “correct” two simply because the two high caliber athletes are Ashton Eaton and Trey Hardee, who booked a subscription of gold medals in the recent past.

Nonetheless, the German Track Association doesn’t have to worry about finding three athletes who surpass a qualifying mark. Therefore, wouldn’t it be more beneficial to nominate the top 3 of each season in order to keep nomination guidelines as simple as possible, no matter where they competed? Alternatively, the value of the NCAA championships could be raised to parity with Ulm and Götzis in order to close the equal opportunity gap for German NCAA-decathletes. “Equal opportunity” rules out disadvantages, or am I wrong?

In the past, the point has been raised that decathletes who do not study in the U. S. are not permitted to compete at the NCAAs – that’s correct. However, one cannot expect a full-time student to travel from the United States to Germany or Austria in the middle of the semester to most likely fail at qualifying for a world championship. After all, German NCAA athletes didn’t choose the center of their life to be in the U. S. because of competitions, but because of the best possible environment, support, and coaches, all of which make it possible to combine athletic and academic careers. This framework is rarely given in Germany. Therefore, equal opportunity to qualify for international events is not taken away when formulating nomination guidelines, but rather much earlier than that. Athletes who emigrate to the U.S. try on their own to even their chances by optimizing their situation.

Finally, what’s left for German NCAA athletes is the insane pressure to achieve the impossible in Ratingen upon completion of a regular U.S. season. Or: Mediocrity, a Thorpe Cup against second tier US athletes, the hope that every other German athletes gets hurt, in the persistent perseverance to become so tremendously good that one’s own voice counts more than a itty bitty footnote. Neither unity, nor justice, nor liberty, dear DLV.

Neue Serie: Retrospektive – rückblickend/looking back

Mehrteilige Serie zu meiner sportlichen Karriere

Fast zwei Jahre nach meinem letzten Zehnkampf möchte ich mir die Zeit nehmen, um zurückzublicken und um einige Erlebnisse, Erfahrungen und Entscheidungen meiner sportlichen Karriere noch einmal Revue passieren zu lassen. Ich habe nun genug Abstand gefunden, um die Dinge mit einem anderen Auge zu betrachten. Geschichten über die Teilnahme bei der WM in Berlin, der 8000-Punkte-Zehnkampf und meine beiden großen Umzüge (nach Wattenscheid und Amerika) werden in den nächsten paar Wochen hier zu finden sein.

Die Serie wird sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch zu lesen sein.


Multi-part series about my athletic career

Almost two years after my last decathlon, I would like to take the time in order to look back and to review some experiences and decisions of my athletic career. I’ve gained enough distance to see things through a different lens. Stories about competing at the World Championship in Berlin, the 8000-point decathlon and my two major relocations (to Wattenscheid and the United States) will be published here within the next couple of weeks.

The series will be available in German and English.

Wo ist die Zeit, wenn man sie braucht?

Mayday, mayday! Ich sitze in der Bibliothek und kann den Weg nach draußen nicht mehr finden! 

Dieses Phänomen, auch als “grad school” bekannt, beschert mir seit Ende August einen ziemlich ausgebuchten Zeitplan. Ich genieße dennoch meine zweite Studentenzeit hier an der Kansas State University. Die Professoren sind ausgesprochen freundlich, halten ihre Türen immer offen und beraten vor allem die Master-Studenten so gut es geht. Diesmal bin ich zwar nicht mehr als Athlet in die USA gekommen und habe daher auch kein Sportstipendium mehr, aber meinen zweijährigen Aufenthalt kann ich mir durch eine Graduate Teaching Assistant-Position finanzieren. Das heißt, ich helfe, einen Kurs (Advertising and Public Relations Design and Production) zu unterrichten, und bekomme dafür die Studiengebühren erlassen und obendrauf gibt’s ein kleines Taschengeld, das für Miete und Nervennahrung reicht. Das Ziel: Ein Master of Science in Strategic Communications im Mai 2015! 

Meinen sportlichen Ausklang des letzten Jahres konnte man weitgehend auf Facebook verfolgen. Dort gab’s zum Beispiel auch viel über die Wattenscheider Tiger zu lesen, die im Juli einen Weltrekord über 4×400 m Hürden aufgestellt haben. Dazu gibt es bald auch noch einen Rückblick meinerseits. Wer sich darüber selbst gerne ein Bild machen möchte, kann natürlich auch die Facebook-Seite meiner ehemaligen Trainingsgruppe besuchen. 

Mit dem Bisschen Freizeit, das mir neben dem Lesen von akademischen Arbeiten und dem Unterrichten von Bachelor-Studenten noch bleibt, muss ich momentan sehr vorsichtig umgehen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis ich auch auf meiner wieder aktiver werde! 

Erik Kynard springt zu Olympiasilber

Jeder, der den Hochsprungwettkampf bei den olympischen Spielen verfolgt hat, wird wissen, dass mein ehemaliger Teamkollege, Erik Kynard, mit 2,33 Metern zur Silbermedaille gesprungen ist. Erik ist damit nach Thane Baker, der 1952 die Silbermedaille über 200 m gewonnen hat, er der zweite Leichtathlet der Kansas State University, der olympisches Edelmetall nach Hause gebracht hat, während er noch für die Universität startberechtigt ist.

Durch seine großartigen Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene genießt Erik nun vollste Anerkennung und Bewunderung der gesamten Kansas State-Gemeinde. Er wird demnächst natürlich gebührend vor über 50.000 K-State-Fans bei einem unserer Footballspiele geehrt werden. Nebenbei ist er mit über 5.600 Fans bei Twitter hinter unserem Football-Quarterback, Collin Klein, der zweitbeliebteste Athlet der Universität, was sonst meistens nur anderen Footballern oder Basketballspielern gelingt.

Ich werde hoffentlich die Gelegenheit bekommen, mir seine Silbermedaille im Herbst bei meinem Einstiegstrainingslager anzusehen und dabei vielleicht auch wieder ein paar Trainingseinheiten mit ihm zusammen zu absolvieren.

Team Rovelto komplett im Hochsprungfinale

Cliff Rovelto ist in diesem Jahr natürlich wieder bei den Olympischen Spielen als Trainer vor Ort, aber diesmal mit einer Premiere, denn er ist der Coach für alle drei (!!!) Hochspringer des US-amerikanischen Teams. Diese drei sind der amtierende Weltmeister, Jesse Williams, der amtierende NCAA-Champion und Kansas State Wildcat, Erik Kynard, und der “Veteran” und Silbermedaillengewinner von 2004, Jamie Nieto. Jeder von ihnen wohnt in einer anderen Ecke der Vereinigten Staaten, aber alle trainieren nach den Plänen von US-Hochsprung-Guru Cliff Rovelto.

Das Hochsprungfinale geht morgen um 20 Uhr los und ich werde natürlich im USA-Trikot und mit Kansas State-Flagge meine Favoriten anfeuern! 

Erik Kynard springt über Basketballspieler

Eine meiner besten Ideen während meiner Zeit als Praktikant im Athletic Department der Kansas State University wurde nun endlich umgesetzt. Erik Kynard (13. WM 2011) sprang über unseren Basketballstar, Jordan Henriquez-Roberts (2,13 m). Das Video wurde schon vorher über Twitter und Facebook angekündigt und wir bauten eine Hochsprunglatte mitten auf dem Campusgelände auf, um Studenten und Professoren zu verdeutlichen wie hoch 2,33 m (Eriks Bestleistung) wirklich ist, weil sie nämlich unter der Latte hergehen mussten. Schaut euch das Endprodukt unserer Videocrew am besten selbst an!

KU Relays: 14,45 Sekunden bei 8 Grad

Das war zwar meine schnellste Hürdenzeit bei kaltem Wetter, aber mit den 14,45 s am gestrigen Freitag gebe ich mich nicht zufrieden. Ich verpasste den Einzug ins Finale um zwei mickrige Hundertstel und hatte dabei auch noch etwas Pech, da ein deutlich langsamerer Athlet mit 14,87 s seinen Lauf gewann und direkt weiterkam. Anstelle des Finales steht für mich heute noch eine Tempolaufeinheit auf dem Programm. 

Der nächste Wettkampf ist für den 5. Mai geplant. 

In 30 Tagen…

… steh’ ich wieder in Wattenscheid auf der Matte. Am 16. Mai werde ich in Düsseldorf einfliegen und dort abgeholt werden. Nächste Station ist dann Wattenscheid, wo ich mich im “heimischen” Klaus Steilmann-Haus einquartiere, bis ich eine passende Wohngelegenheit in Wattenscheid oder in der Umgebung gefunden habe.