Ashton Eaton hat soeben den Weltrekord im Hallensiebenkampf von keinem geringeren als Dan O’Brien gebrochen. Unglaublich! Bei den NCAA Indoor Championships in Fayetteville, Arkansas erzielte er 6499 Punkte und über traf die alte Bestmarke um 23 Zähler. Er begann mit 6,71 Sekunden über 60 m – Meeting-Rekord Nr. 1. Im Weitsprung ließ er 7,73 m folgen, ein zweiter Meeting Rekord. In seiner schwächsten Disziplin, dem Kugelstoßen, übertraf er seinen Hausrekord und stieß 13,12 m. Auch im abschließenden Hochsprung erzielte er mit 2,11 Metern eine neue Bestleistung und gleichzeitig neuen Meetingrekord.

Der zweite Tag fing – natürlich – mit einem neuen Meetingrekord an, 7,77 Sekunden über 60 m Hürden. Es wurde unglaublich spannend, denn 5,10 m im Stabhochsprung bedeuten 2:34,58 Minuten, um den Weltrekord zu brechen.
Das Feld in diesem Siebenkampf war, wie immer, sehr stark in der letzten Disziplin. Insgesamt 6 Athleten hatten schon Vorleistungen unter 2:40 Minuten. Es wurde also ein Krimi, aber kein unmögliches Unterfangen.
Los geht’s. Reihenfolge: Curtis Beach, Mateo Sossah, Ashton Eaton, 30 s in der ersten Runde, 61 s nach 400 Metern! Genau in der Zeit. Curtis Beach gewinnt den Lauf in 2:27,88 Min, der erste Weltrekord in diesem Siebenkampf, denn das war die schnellste Zeit über 1000 m in einem Siebenkampf jemals gelaufen. Dann kam Sossah in 2:32,22 und Eaton in 2:32,67 Minuten, eine Bestleistung von 6 Sekunden und genug für den neuen Weltrekord!!! Unglaublich.
Ich saß zwei Tage lang vor meinem Laptop, damit ich nicht einen einzigen Lauf oder Versuch verpassen würde, wenn ich schon nicht selbst am Start sein konnte. Heute Früh hatten wir Tempoläufe und im Anschluss wurde der zweite Tag gestartet. In unserer Halle saßen wir zu zehnt und haben auf den Bildschirm gestarrt, als Ashton seine 7,77 s runter trommelte. Anschließend kam mein Teamkollege Rok zu mir in die Wohnung, um den Rest des Angriffs auf den Weltrekord zu verfolgen. Es war echt spannend, fast als würde man selber an der Startlinie stehen. Während des Laufs haben wir quasi aus der Ferne angefeuert und konnten es kaum glauben, als Ashton Eaton es wirklich geschafft hatte.
Ashton Eaton ist nicht arrogant und nicht hochnäsig, er ist einer der umgänglichsten Typen, die ich kenne. Deshalb freut es mich für ihn umso mehr, dass er dieses Kunststück vollbracht hat. Unglaublich!!!