Ende des Springbreak-Trips in Arizona

Der Springbreak-Trip unseres Leichtathletikteams endet beim Arizona State Invitational im sonnigen Tempe (bei Phoenix). Nach zwei Trainingseinheiten im Stadion der Arizona State Sundevils werde ich beim Invitational einen Dreikampf aus 110 m Hürden, Diskus und als Schlussläufer der 4×400 m Staffel bestreiten.

In meinem Freshman-Jahr war ich schon einmal beim ASU Invitational am Start und daher wird sich der Kreis in diesem Jahr schließen. Der Wettkampf, der auch vom Olympiasieger ’96, Dan O’Brien, mitorganisiert wird, ist mit Athleten wie Jeremy Wariner und Wallace Spearmon hochklassig besetzt.

Also, nehmt euch ‘ne Packung Chips oder Popcorn mit und kommt nach Tempe zum Anfeuern!

Big XII Indoor Championships – Die Mission

Meine letzten Big 12 Indoor Championships stehen vor der Tür. Zum vierten Mal streife ich das Trikot der Kansas State Wildcats über, um bei den Konferenzmeisterschaften um den Titel zu kämpfen. In meinem Freshman-Jahr war ich auf Anhieb Zweiter und im darauffolgenden Jahr gewann ich den Titel, was meine bisher erfolgreichste Saison einleitete. Im letzten Jahr bremsten mich ein paar Verletzungen aus und ich konnte das Duell im Siebenkampf gegen meinen Zehnkampffreund Nick Adcock nicht für mich entscheiden. In diesem Jahr sind die gefährlichsten Mitstreiter allesamt aus Europa, allen voran mein litauer Teamkollege, Mantas Silkauskas, der in diesem Jahr vor allem mit seinem Uni-Rekord über 60 m Hürden in 7,74 Sekunden überraschte. Zwei andere Zehnkämpfer, auf die man ein Auge haben muss, sind Bjorn Barrefors (University of Nebraska, Schweden) und Lars Rise (University of Missouri, Norwegen).

Am Freitag geht’s in Lincoln/Nebraska los und und für mich geht es einzig und allein nur um die Qualifikation für die NCAA Championships zwei Wochen später in Texas. Im Moment brauche ich ungefähr 5600 Punkte, um mich zu qualifizieren. Auf geht’s…

BIG 12 vs SEC Challenge – Siebenkampf live!

Die Hallensaison fängt jetzt an! Siebenkampf, kein Firlefanz mehr. In College Station/Texas startet mein erster Mehrkampf des Jahres um 18:15 Uhr Ortszeit (1:15 Uhr deutscher Zeit, Samstag). 60 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen und Hochsprung am ersten Tag, 60 Meter Hürden, Stabhochsprung und 1000 Meter am zweiten. Der zweite Wettkampftag fängt am Samstag um 11:15 Uhr an (18:15 Uhr deutscher Zeit). Der finale Kilometer ist für 13:45 Uhr geplant (also 20:45 Uhr deutscher Zeit) und da lohnt es sich auf jeden Fall, in der Werbepause des abendlichen Fernsehprogramms für 2:40 Minuten nach Amerika umzuschalten!

Der Wettkampf ist ein Vergleichskampf zwischen jeweils vier Universitäten der beiden stärksten Konferenzen in den USA, der Big 12  Conference und der SEC (Southeastern Conference). Neben meiner Kansas State University sind Texas A&M, Texas Tech, University of Oklahoma, University of South Carolina, University of Florida, Mississippi University und University of Georgia vertreten. Im Siebenkampf der Männer sind elf Athleten am Start. Die gefährlichsten Kontrahenten sind Ben Davies und Michael Ayers aus Georgia, sowie Gray Horn aus Florida.

Wer meinen Wettkampfbericht nicht abwarten kann, kann alles live im Internet ansehen!
Live-Video Link
Ergebnisse

Die im Moment modernste Halle Amerikas in College Station, Texas!

 

Vorschau: Wildcat Invitational

Nach meinem Saisonauftakt letztes Wochenende beim KSU Invitational, bei dem nur eingeladene Teams aus der Region am Start waren, gilt nun beim Wildcat Invitational wieder “jeder gegen jeden”, vor allem aber ich gegen mich selbst. Auf meiner to-do-Liste stehen die 60 m Hürden, ein bisschen Stabhochsprung und die 4×400-m-Staffel zum krönenden Abschluss!
Mein linkes Bein hat diese Trainingswoche auch gut überstanden. Montag sprang ich zum ersten Mal nach guten fünf oder sechs Wochen (ich weiß es schon gar nicht mehr) wieder mit dem Stab und absolvierte eine gute Tempolaufeinheit. Dienstag ließ ich die Kugel fliegen und am Mittwoch ging es über Hürden und in die Weitsprunggrube. Die normale Folge ist dann ein trainingsfreier Donnerstag und das sogenannte “Pre-Meet Warmup” am Vortag des Wettkampfs. Am Wettkampftag absolviere ich früh morgens die “neuromuscular warmup routine”, die der Muskulatur den nötigen Tonus – Muskelspannung – verpasst, um dann im Wettkampf Gas geben zu können.
Mein Einstand vor einer Woche entsprach ziemlich genau dem, was ich vor zwei Jahren aufs Papier brachte. Und wie wir alle wissen, war 2009 mein bisher bestes Jahr… Fortsetzung folgt!

NCAA Championships-Vorschau

Ich wünsche jedem NCAA-Athleten einmal einen Wettkampf in Eugene/Oregon, der Sitz der University of Oregon oder auch “Track Town USA” genannt. Die Anlagen sind perfekt, die Fans sind Leichtathletik-verrückt und “track and field” wird hier größer geschrieben als etwa “football” oder “basketball”. Es wird mich nicht wundern, wenn sogar beim Zehnkampf das Leichtathletikstadion “Hayward Field” fast voll werden wird. Eins habe ich seit der Anreise schon festgestellt: Ashton Eaton, Hallenweltrekordler, ist hier jetzt schon ein Held und er wird die Zuschauer magisch anziehen.

Die Zehnkampf-Top 8 der NCAA Championships 2009

Klar, der Titel wird hier nur über Ashton gehen, wenn er nicht ganz brutal in einer Disziplin patzen sollte. Dahinter ist alles offen! Ich bin zwar mit Platz 14 gemeldet, habe aber hinter Ashton und Mateo Sossah (North Carolina, 8044 Punkte) die drittbeste Leistung im Feld. Sehr stark schätze ich allerdings den Big 12 Champion, Nick Adcock (Missouri), und den Big 10 Champion, RJ McGinnis (Minnesota), ein. Beide haben bei den Conference Championships noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt. Der Zehnkampf startet am Donnerstag um 10 Uhr Ortszeit (19 Uhr in Deutschland) und endet am Freitag gegen 18:30 Uhr.

Das Team der Kansas State University ist in diesem Jahr eher klein. Wir sind fünf Athleten, drei Trainer, ein Masseur, ein Physio und ein Funktionär. Gute Chancen auf eine Platzierung unter den ersten Acht haben trotzdem alle meiner Teamkollegen. Jeffrey Julmis ist mit 13,59 s über 110 m Hürden der neue Kansas State Rekordhalter, Erik Kynard sprang in diesem Jahr schon 2,24 m hoch, Beverly Ramos aus Puerto Rico ist die KSU-Rekordhalterin über 5000 m (15:51,82 Min) und die Schweizerin Martina Tresch lief bei den Big 12 Championship in 10:04,27 Minuten ebenfalls zu einem neuen Kansas State-Rekord über 3000 m Hindernis.

Alle Zehnkämpfer nach dem 1500er in Fayetteville 2009

Ward Haylett Invite: Letzter Test vor Big 12-Zehnkampf

Morgen findet das alljährliche Ward Haylett Invite im Stadion der Kansas State University statt. Der Wettkampf ist für mich der letzte Test vor den Big 12 Championships, bei denen ich meinen zweiten Zehnkampf des Jahres absolvieren werde. Um meine Form zu testen, werde ich in drei Disziplinen antreten: Hürden, Diskus und Stab. Die Startfelder bei diesem Meeting sind normalerweise relativ klein und durchschnittlich stark besetzt – gerade richtig für einen Zehnkämpfer. Ich hoffe auf das erste wettkampffreundliche Wetter des Jahres, aber in Kansas weiß man nie was einen erwartet.

Drake Relays: Shuttle Hurdle, Weit und 110 m mit 10 Hürden

Es geht wieder los, rauf auf die Straße, ab zum nächsten Wettkampf. Diesmal steht wieder ein traditioneller Wettkampf an: die Drake Relays in Des Moines/Iowa in ihrer 101. Auflage. Es werden zusammen mit den Jugendlichen der High Schools um die 7500 Teilnehmer erwartet – ganz schön viele, oder?

Die Kansas State Wildcats sind wieder mit einer großen Mannschaft am Start und es sind so einige Highlights dabei, vor allem in den Staffeln. Ich hoffe jetzt schon, euch nächste Woche ein wirklich interessantes Video zu zeigen, nämlich von unserer 4×110 m Shuttle Hurdle Relay oder, auf Deutsch gesagt, Hürden-Pendelstaffel. Oh ja, genau richtig. 2 Bahnen pro Team, 4 Teams gleichzeitig am Start, 2 Athleten auf jeder Seite, 10 Hürden in beiden Richtungen, 2 Startblöcke pro Team und Kansas State hat mit vier guten Hürdenläufern seriöse Medaillenchancen.

Drake Relays vor 2 Jahren

Wie funktioniert Shuttle Hurdle? – Der Startläufer der Staffel startet normal aus dem Startblock auf der linken Bahn des Teams. Der Hauptunterschied zu anderen Staffeln ist, dass man ohne Staffelstab läuft. Der zweite Läufer setzt sich auch in den Block und wartet bis der Startläufer zwischen der 9. und 10. Hürde ist, um in die Fertigposition zu gehen. Wenn der ankommende Läufer in die Zone 1,5 Meter vor der Ziellinie kommt, startet der nächste und läuft auf der zweiten Bahn in die entgegengesetzte Richtung. Beim “Wechsel” wird mehr oder weniger gefühlt und nicht geschaut – es geht hier schließlich nur um Hundertstel, die aber eine Disqualifikation bedeuten könnten. Der Crux ist, dass die Hürden der beiden Bahnen nicht auf gleicher Höhe stehen, weil der Anlauf zur ersten und der Auslauf nach der letzten Hürde nicht die gleiche Distanz sind. Das Shuttle Hurdle-Rennen findet am Samstag statt. Es gibt dort Vor- und Endläufe.

Am Freitag werde ich es erneut im Weitsprung und über den 110 m Hürden (diesmal mit 10 Hürden) versuchen. Ich bin zuletzt vor zwei Jahren in Des Moines gestartet. Damals waren es die NCAA Outdoor Championships, als ich mich leider verletzte und aufgeben musste. Dennoch bin ich zuversichtlich, denn meine Knieprobleme sind Geschichte und die Trainingseinheiten am Montag und Dienstag gaben mir Zuversicht für die nächsten Wettkämpfe.

Mein Bericht folgt am Sonntag, einen Link für Live-Ergebnisse kommt evtl. morgen.

Kansas Relays: Link für Live-Ergebnisse

Wer nicht auf meinen Wettkampfbericht warten kann, der kann einfach auf den Link für die Live-Ergebnisse der Delta Timing Group klicken. Zu beachten ist natürlich der Zeitunterschied von 7 Stunden. Zum Beispiel sollten die Ergebnisse der Hürdenvorläufe gegen 16:50 verfügbar sein.

Ich werde morgen Abend in Manhattan/Kansas abfahren und Samstag Abend zurückkommen und hoffe, am Sonntag einen Wettkampfbericht geschrieben zu haben.

Meine Starts (Central Time/Deutsche Zeit):
Freitag: Hürden-Vorläufe 9:35/16:35 Uhr, 4×400 m Vorläufe 19:05/2:05 Uhr
Samstag: Weitsprung 10:00/17:00 Uhr, Hürden-Finale 13:45/20:45 Uhr, 4×400 m Finale 16:55/23:55 Uhr

Terminplanänderung: KU Relays 16./17. April

Zunächst war nur ein Start bei den Drake Relays als zweiter Wettkampf im April geplant, aber das hat sich nun geändert. Am Wochenende werde ich bei den Kansas Unversity Relays im Weitsprung, über 110 m Hürden und zweimal mit der 4×400-m-Staffel antreten (Finalqualifikation vorausgesetzt). Die University of Kansas ist zwar ein Dauerrivale unserer Basketball- und Footballteams, aber von dieser Rivalität merkt man in der Leichtathletik nicht viel. Trotzdem tut es gut, wenn eine Kansas State Wildcat dort erfolgreich ist.

Die KU Relays in Lawrence/Kansas dauern ganze 4 Tage und zählen deshalb auch zu den größten College-Wettkämpfen in den Vereinigten Staaten. Nicht selten kommen neben Teams aus der Region auch professionelle Athleten in den Mittleren Westen, um im Footballstadion der Kansas University zu starten. Das Memorial Stadium der Universität ist mit einem Fassungsvermögen von 50.000 Zuschauern eine perfekte Kulisse für einen hochkarätigen Wettkampf. Es wird zwar nicht erwartet, dass man um einen Stehplatz kämpfen muss, aber dennoch sind viele Teams mit kompletter Mannschaft gemeldet, wodurch die Atmosphäre etwa einer Big 12 Championship ähnelt.

University of Kansas Memorial Stadium

Die Hürden- und Staffelvorläufe sind für Freitag vorgesehen; die Finale und der Weitsprungwettkampf finden am Samstag statt. Ich war schon vor zwei Jahren in den gleichen Disziplinen bei diesem Wettkampf am Start und freue mich, in diesem Jahr stärker dorthin zurückzukehren.

Saisonauftakt beim Jim Click Invitational

Nachdem ich nun nicht bei den NCAA Championships an diesem Wochenende an den Start gehen werde, haben mein Coach und ich uns entschlossen, einen Zehnkampf am 1. und 2. April als ersten Wettkampf der Freiluftsaison zu absolvieren. Zusammen mit meinen Teamkollegen Rok Derzanic (Slovenien), Mantas Silkauskas und Tomas Kirielius (beide Litauen) werde ich beim traditionsträchtigen Jim Click Invitational der University of Arizona starten.

Roy P. Drachman Track and Field Stadium
Das Roy P. Drachman Track and Field Stadium der University of Arizona

Bei diesem Meeting wurden schon zahlreiche herausragende Zehnkampfergebnisse erzielt, unter anderem der ehemalige Studentenrekord von Tom Pappas mit 8463 Punkten im Jahre 1999, bei dem er sich nach einem Verletzungsjahr um 800 Punkte verbessern konnte. Ich erwarte bei diesem Wettkampf nicht mehr als 7600-7700 Punkte. Das Ganze soll Spaß machen und ohne Druck ein gutes Training für kommende Großtaten sein. Da ich heißes Wetter während des Zehnkampfs liebe, kann ich eventuell für eine kleine Überraschung sorgen.

Veröffentlicht in Wettkampfvorschau. 2 Kommentare »
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