Bestzeit auf Abwegen – 200 m in 21,60 Sekunden

Die doppelte oder halbe Strecke, je nachdem wie man’s nimmt. Mit zwei gleichen Hälften auf den 200 Metern und einer Verbesserung meiner etwa sieben Jahre alten Bestleistung war mein “blowout run” höchst erfolgreich.

Ungewohnt war es allemal. Ich startete auf Bahn 8 und konnte mich nach sieben Jahren, in denen ich kein einziges Mal über 200 m an den Start ging, nicht mehr daran erinnern, was mich erwartete. Es war mir zugleich egal und ich ballerte einfach voll drauf. Das funktionierte super, auch wenn es schwierig war, die Spannung aus der Kurve heraus aufrecht zu erhalten.

Da wir bei unserem Heimmeeting keine Anzeigetafel haben, verschwand mein Coach im Wettkampfbüro, um die Zeit zu erfahren. Leicht aufgebracht kam er wieder heraus und fragte mich nur “Are you crazy?”
“What’s going on? Did I do something wrong?”
“No, you just ran 21,6″

Na also, passt doch alles. Nun steht mein Zehnkampf vor der Tür und ich ziehe mit voller Bewaffnung in den Krieg. Es gibt nichts zu verlieren!

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